Deso Dogg: Berliner IS-Kämpfer kommt auf die Terrorliste der Uno

Ein Vater zweier Kinder aus Berlin träumt davon Menschen den Kopf abzuschneiden. Er zieht dafür in den Krieg gegen die Kuffr (Ungläubigen), um mit seinen fanatischen Glaubensbrüdern eine islamlistische Welt, wie zu Zeiten des Propheten Mohammeds im 7. Jahrhundert zu erschaffen. Die Kinder (Tochter, Sohn), mittlerweile Teenager, müssen ihren Papa im Sommer 2014 auf einem weltweit zugänglichen Video sehen – darauf schändet er eine Leiche mit einem Stein. Er lacht dabei, lässt sich stolz filmen. Darum, was in diesem Moment in seinen Kinder vorgeht, scherrt sich dieser Mann einen Dreck. Er hat sein altes Leben abgelegt.

Dieser Mann ist Denis Cuspert (38) drauf, geboren 1975. Die Mutter ist eine Deutsche, der Vater Ghanaer. Es gibt einen Bruder und einen Stiefvater (Ex-US-Soldat).

Als Cusperts Rap-Karriere floppte wurde er Terrorist der gefürchteten IS-Barbaren, die mit ihren Gräueltaten denen der Nazis in Dunkeldeutschland der 30er und 40er Jahren in nichts nachstehen. Dort sucht er sein Heil, glaubt an einen Gott, der nur Hass und Angst verbreitet.

Cuspert stieg in nur vier Jahren zum engen Kreis um den selbst ernannten IS-Kalifen Abu Bakr al-Baghdadi auf. Die Bundesregierung will ihn jetzt in der Terrorkartei der Uno haben.
Was Denis Cuspert, Kampfname Abu Talha Al-Almani, an Talent fehlt, macht er durch Brutalität wett. Nicht nur jetzt. Das war auch schon so in seiner Berliner Zeit so. Cuspert saß drei Jahre wegen gefährlicher Körperverletzung im Knast (angeklagt war er ursprünglich wegen versuchtem Totschlags), weil er einen Freund angeschossen hatte. Der wollte sich alleine mit der Beute aus einem gemeinsamen Bruch absetzen. Er ist mehrfach vorbestraft: Diebstahl, Fahren ohne Führerschein, Körperverletzung, Raub, Sachbeschädigung.
Ende seiner kriminellen Karriere, die im Alter von acht Jahren begann: Erster Diebstahl – ein rotes Spielzeugauto. Mit einer Bande raubte er später Touris aus, prügelte herum, dealte mit Drogen. Kaum zu erwarten, bei einem, der als Kind am liebsten Bibi Blocksberg-Kassetten hörte und Tina-Turner-Fan war.
Kehrtwende im Knast. „Ich will kein Verbrecher mehr sein“, schwor er. Schon wegen seiner beiden Kinder – inzwischen Teenager. Die erste Zeit führte er die Kampfnamen Abu Mamoudi (abgeleitet von Maihmounah) und Abu Maleeq – die Namen seiner Kinder. Echte Freundschaft und Familie seien ihm wichtig. Hohle Phrasen. Stattdessen entwickelte Cuspert sich sehenden Auges zum Islamisten. Er lernte in Berlins Al Nur-Moschee den Koran, traf sich mit dem rheinischen Islamisten Pierre Vogel, erklärte in seinen mit Sing-Sang unterlegten PR-Nasheeds (Botschaften) der Welt den Dschihad.
Aber was für Konsequenzen ergeben sich eigentlich, wenn sein Name in der Terrorkartei der UNO steht? Er darf dann nach internationalem Recht nicht mehr reisen und Spendensammlungen und sonstige Geldzuwendungen für ihn wären verboten. Das wird ihn kaum beeindrucken.
Denn bei dem Islamischen Staat ist er wer, hier nur ein Niemand. Denis Cuspert führt den deutschen Trupp der barbarischen IS-Terrormiliz an. Deren Kämpfer sind gerade dabei die letzte syrische Grenzstadt zur Türkei, Kobani (Ain-Al-Arab), den Erdboden gleich zu machen.

TSUNAMI 2004 IN SÜDOSTASIEN … 10. JAHRESTAG DES GRAUENS … MICHAEL TSOKOS IST DEUTSCHLANDS BERÜHMTESTER GERICHTSMEDIZINER. ER WAR IN THAILAND, OBDUZIERTE VIELE TOTE.

Als die ersten Urlauber durch die aufgehende Sonne spazieren, ist der Indische Ozean vor Phuket noch spiegelglatt. Dann, um 7.58 Uhr, sackt der Meeresboden ab. Ein Monsterbeben. Die folgende gigantische Tsunami-Welle reißt in Südostasien 300 000 Menschen in den Tod. Es ist der 2. Weihnachtstag 2004 und die Welt hält den Atem an. Professor Michael Tsokos, Direktor der Berliner Rechtsmedizin, war einer der ersten Helfer vor Ort. Er gab vielen Toten ihre Namen zurück.

Männer, Frauen und Kinder. Tausende Tote liegen in der glühenden Sonne von Thailand. Ihre Körper sind von den Verwesungsgasen aufgebläht. Fliegen schwirren umher, streunende Hunde reißen das Fleisch der Toten. Die Luft atmet sich wie dickflüssig. Szenen wie aus einem apokalyptischen Albtraum. Niemand hat den Helfern zuvor gesagt, was sie erwarten würde.

Im 9182 Kilometer entfernten Hamburg strahlt ebenfalls die Sonne. Es ist frostig. Schnee liegt auf den Wiesen, als Michael Tsokos mit dem Auto zu seiner Mutter nach Kiel fährt. Im Radio erfährt er von der Katastrophe. “Tsunami, das hatte ich zuletzt vor 30 Jahren gehört. Einige Deutsche unter den Toten. Kein Wort vom Ausmaß.” Michael Tsokos feiert Weihnachten.

Einen Tag später, am 27. Dezember, klingelt bei ihm im Institut das Telefon. Das Bundeskriminalamt. Der Rechtsmediziner gehört zur ständigen BKA-Identifizierungskommission. “Ich bat um eine Stunde Bedenkzeit. Abflug war am nächsten Tag.” Vier Kollegen, zwei Zahnärzte, 20 BKA-Beamte und eine Suchhunde-Staffel sind die einzigen Gäste an Bord einer Boeing. Das Team trifft völlig erschöpft am nächsten Morgen in Phuket ein. Michael Tsokos: “Im Anflug sah ich viele kleine Punkte im Wasser. Dass es Leichen waren, erfuhr ich nach der Landung.”

7 Uhr Wecken, 7.30 Uhr die Lagebesprechung, 8 Uhr Abfahrt. Jeder Tag sah so aus. “Erst obduzierten wir unter freiem Himmel, parallel an 12 Plätzen. Während ein Kollege die äußere Leichenschau machte, sicherten Spuren-Spezialisten an anderen Tischen Schmuck und Fingerabdrücke der Opfer”, sagt Tsokos. Wenige Tage später wurde ihre traurige Arbeit in den Ban Muang-Tempel (100 Kilometer vor Phuket) verlegt. “Dort standen wir vor 2000 Toten. Am 3. Januar wechselten wir in den Yan Yao-Tempel mit 5000 Leichen.”

Es gab nicht genügend Kühlcontainer und der Versuch der Thailänder scheiterte, die toten Körper mit Trockeneis zu erhalten. Am Ende waren Europäer und Asiaten nicht mehr voneinander zu unterscheiden. Wichtigstes Mittel für die Identifizierung war deshalb der Zahnstatus. 90 Prozent der deutschen Schicksale konnten darüber geklärt werden.

Besonders in Erinnerung blieb Michael Tsokos ein Zahnarzt aus Nordrhein-Westfalen. Er wollte seinen besten Freund finden und bat, sich die Zähne der Toten ansehen zu dürfen. Mehrere Tage lief er durch endlos scheinende Reihen mit Toten. Tsokos: “Es war unglaublich, aber am Schluss fand er ihn tatsächlich.”

16 Stunden am Tag standen Michael Tsokos und seine Kollegen an den Tischen. “Ich habe jeden Abend meine Kleidung in den Müll geworfen. Den Geruch wird man kaum los.” Eines war für ihn ungeheuer: “Zwei ältere Damen, mit Schmuck behängt, saßen an der Bar des Marriott-Hotel. Sie fühlten sich durch unseren Gestank belästigt, fragten, was Leute wie wir da zu suchen hätten.”

Michael Tsokos und seine Kollegen haben in den ersten drei Wochen nach dem Monsterbeben 400 Tsunami-Tote obduziert.

Das Camp, Eisesgrab, Teufelsblume – drei Schocker im Krimiherbst

Cutter

Ein Mann strandet auf einer einsamen Insel vor der kanadischen Küste. Er ist ausgemergelt, dünn, wirkt mehr tot als lebendig. Und er hat Hunger – einen unstillbaren, schmerzhaften Hunger. Auf der Insel findet er eine Scouttruppe vor. Die Scouts merken schnell: Der Fremde ist krank, todkrank. Egal, wie viel er isst: sein Körper fällt mehr und mehr in sich zusammen. Und dann sehen sie, dass sich etwas unter seiner Bauchdecke bewegt. Während die Scouts überlegen, was zu tun ist, bemerkt ihr Leiter, dass ihn plötzlich ein nie gekannter Hunger quält …

Das Camp, Nick Cutter, Heyne, ISBN: 978-3453437791

Grab

Ein plötzlicher Selbstmord, ein eisiger Winter und ein idyllischer Ort voll dunkler Geheimnisse – das aufsehenerregende Thrillerdebüt von Jenny Milchman Der Selbstmord ihres Mannes Brendan reißt Nora Hamilton aus ihrer Alltagsroutine im beschaulichen Wedeskyull, einem kleinen Ort in den Adirondack Mountains. Nie hätte sie auch nur geahnt, dass der beliebte Cop Gründe haben könnte, seinem Leben ein Ende zu setzen. Tief verletzt beginnt Nora, ihre ganze Ehe zu hinterfragen, will unbedingt wissen, was ihren Mann zu dieser Tat trieb. Zuerst glaubt sie, dass ein lang verdrängtes Familiendrama Anlass gewesen sein könnte. Bald aber tun sich hinter der Fassade des idyllischen Städtchens gähnende Abgründe auf – und Nora wird schmerzhaft klar, wie sehr sie sich bisher mit dem schönen Schein zufriedengegeben hat. Doch nicht nur ihre eigene Blindheit macht ihr zu schaffen: Die Mächtigen von Wedeskyull sind keinesfalls bereit, sich von dem bequemen Status Quo zu trennen. Und sie sind zu fast allem fähig, um ihre Geheimnisse zu schützen.

Eisesgrab, Jenny Milchman, Lübbe, ISBN: 978-3404168828

Blume

In Düsseldorf wird eine Frauenleiche gefunden. Sie lag schon länger in der Erde, wurde dann exhumiert und mit großer Mühe adrett hergerichtet. In ihren gekreuzten Händen liegt eine Fledermauslilie, die im Volksmund auch “Teufelsblume” heißt. Fran Miller, Profilerin beim LKA und Sektenspezialistin, wird auf den Fall angesetzt. Nach und nach tauchen weitere Leichen auf, alle in ähnlichem Zustand, alle mit seltenen Blumen geschmückt. Wer ist der todbringende Gärtner? Und wo vergräbt er seine Opfer? Eine nervenaufreibende Jagd beginnt …

Teufelsblume, Martin Conrath, Lübbe, ISBN: 978-3404170012

Berlin: Nie wieder Judenhass!

„Jude, Jude feiges Schwein…“, brüllten Muslime mitten in Berlin. Das war gerade erst vor ein paar Wochen. Der Mob schob sich durch die City Berlin-West und kreischte. Zum ersten Mal seit dem Zweiten Weltkrieg ist der Judenhass wieder überlaut – auch ausgerechnet in Berlin

Wegschauen ist da keine Lösung. Am Sonntag heißt es HINGEHEN, wenn Berlin dagegen auf die Straße geht. „Steh auf, nie wieder Judenhass.“ 4000 Menschen aus ganz Deutschland werden am Brandenburger Tor erwartet.

„Wir Juden haben einen schwierigen Sommer hinter uns“, sagte Dieter Graumann Vorsitzender des Zentralrats der Juden der dpa. Es seien Dinge passiert, „von denen wir dachten, sie seien heute in Deutschland gar nicht mehr möglich“. Die jüdische Gemeinschaft sei „tief, tief getroffen. Das Gefühl der Verunsicherung und die Sorge ist sehr stark“.
Deshalb hat der Zentralrat zur Demo am Brandenburger Tor hat der aufgerufen. „Eine Gelegenheit, gegen Antisemitismus einzutreten“, sagte Graumann: „Wir wollen vermitteln, wer uns Juden angreift, greift alle an.“ Zu der Demo um 15 Uhr wollen auch Bundespräsident Joachim Gauck, Kanzlerin Angela Merkel (CDU), SPD-Chef Sigmar Gabriel kommen.

Verschleppt, missbraucht, getötet

Es sind die Kinder auf meiner Seele, die nicht weggehen wollen. Sie sind allgegenwärtig …

… und deshalb habe ich ein Buch daraus gemacht. VERSCHLEPPT, MISSBRAUCHT, GETÖTET!

Verschleppt1

 

Darin versammle ich nun die authentischen Kriminalfälle, die mir besonders nahegingen: die mit Kindern und Jugendlichen als Missbrauchs- und Mordopfer. Subjektiv und emotional beleuchte ich die Geschichten hinter den Fakten, schreibe über die Hoffnungen und Ängste der Angehörigen, die Verzweiflung, das Leid.

aber: VERSCHLEPPT, MISSBRAUCHT, GETÖTET

erzählt auch meine persönliche Geschichte – über zwei Jahrzehnte als Polizeireporterin in einer der härtesten Städte der Welt!

Foto: Schwarzkopf & Schwarzkopf Verlag

Foto: Schwarzkopf & Schwarzkopf Verlag

.. und hier geht es zu meiner Verlagsseite

VERSCHLEPPT, MISSBRAUCHT, GETÖTET, Schwarzkopf & Schwarzkopf Verlag: ISBN 978-3-86265-387-4

Leichenschmaus: Nikowitz lädt zum Nachtmahl ein

Hauen und Stechen. Sommerschwüle über Niederösterreich. Suchanek urlaubt – nicht ganz freiwillig – in einem traurigen Ort namens Feuchtkirchen. So viele Gelsen (hochdeutsch: Stechmücken) wie hier und heuer gab es noch nie! Beim Kennenlernabend auf dem «Erlebnisbauernhof» erklärt Suchanek den anderen Gästen deshalb die «Ceausescu-Methode»: Der Diktator habe Gefangene im Donaudelta durch Millionen von Gelsen zu Tode kommen lassen. Darüber amüsiert man sich prächtig am Grillfeuer. Aber nur bis zum nächsten Morgen, als eine gefesselte Leiche gefunden wird. Sie ist von Stichen übersät. Aber auch nicht unerheblich von Wildsauen angefressen. Hat Suchanek einen Psychopathen inspiriert? Vielleicht den Krisenspinner mit dem Bunker unterm Haus? Oder den seltsamen Grafen in seinem erzhässlichen Herrenhaus? Und das Morden geht weiter…

Niko

Mit dem neuen Rainer Nikowitz habe ich gerade den Tisch gedeckt und schon etwas genascht …

Sein “Nachtmahl” schmeckt vorzüglich ….

 

“Nachtmahl”, Rowohlt, 14,99 Euro, ISBN-13: 978-3499267666

Mevlana-Moschee: Brandstifter ein Jordanier!?

In Berlin brannte ein Gotteshaus – eine Moschee stand in Flammen und alle Welt schreit: Anschlag! Nazis! Islamhasser!

Politiker zeigen sich auf Ortsterminen und hauen schlaue “Wahlkampf-Sprüche” raus. Und die muslimische Gemeinde kommt zu einem Protestgebet auf die Straße zusammen!

Meine Oma sagte früher immer: “Claudia, erst denken, dann reden!”

Den weisen Spruch sollten sich alle, die hier voreilige Schlüsse zogen, hinter die Ohren schreiben!

Die Polizei hat den mutmaßlichen Tatverdächtigen: Ein Jordanier!

Todeswächter: Clara Vidalis ermittelt in einem hochspannenden neuen Fall

Clara Vidalis, die Dritte. Dass aller guten Dinge tatsächlich drei sind, hat er damit bewiesen – Veit Etzold hat sich mit seiner Serie um die charmante Berliner Pathopsychologin in Richtung Grusel-Himmel erhoben. “Todeswächter” heißt der neue harte Hauptstadt-Thriller. Und der haut um!

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Israel-Hass: Für Hamas-Lügen auf die Tränendrüse drücken

Morgen gehen sie wieder in Berlin auf die Straße. “Die-In” heißt ihr Flashmob,

Frauen und Männer in weißen, mit roter Farbe verschmierten T-Shirt, werden zm 15 Uhr am Washigtonplatz nach Sirenenalarm und Bombengeräuschen “tot” umfallen.  Ziel des Flashmobs sei es, die deutsche Mehrheitsgesellschaft über das im Gaza-Streifen begangene Verbrechen zu sensibilisieren und sich mit dem palästinensischen Volk zu solidarisieren.

“Dies soll verdeutlichen, dass die pro-palästinensischen Demonstrationen, kein antisemitischer Mob sind”, schreibt der Palästinensische Studentenverein Berlin-Brandenburg, der den Flashmob organisiert. Im gleichen Satz ist von “willkürlichen und menschenverachtenden Aggressionen der israelischen Streitkräfte” die Rede. Kein Wort davon, dass die Hamas agiert und Israel nur reagiert, dass sich das israelische Volk verteidigt. (mehr…)

In Berlin brennt ein Gotteshaus … Die Mevlana-Moschee

In Berlin brennt ein Gotteshaus. Das löst Betroffenheit aus. Dunkle Erinnerungen an braune Zeiten werden wach. Doch es ist nicht irgendein Gotteshaus, es ist die Mevlana Moschee in der Skalitzer Straße in Kreuzberg. Ein Ort, der schon Hassprediger hervorbrachte, in dem Selbstmordattentäter als Märtyerer gefeiert werden. Jetzt der vermutliche Brandanschlag, der einen Teil des neuen Moschee-Anbaus zerstörte.  Nazis, Gutmenschen, linke Chaoten oder Islamisten selbst? Egal wer das war und aus welchen Gründen es geschah – es ist ein schäbiger Akt. Bleibt zu hoffen, dass das Feuer einfach nur ein Unglück war.